Brot und Spiele

Ich liebe Brett- und Gesellschaftsspiele und glücklicherweise sieht mein Mann das ähnlich. Allerdings kommen wir irgendwie äußerst selten mal dazu einen wirklichen Spieleabend mit Freunden zu veranstalten. Entweder ist es zu kurzfristig, alle haben schon etwas anderes vor, wir kommen so derart ins Labern, dass wir das Spielen einfach gänzlich vergessen oder wir sind einfach so platt, dass wir schlicht keine Energie mehr dafür übrig haben. Warum auch immer, wenn wir es mal schaffen ausgiebig Zeit zum Spielen aufzubringen, dann sind wir meist nur zu zweit.

Nun werden die eingefleischten Spielefans unter euch wissen, dass man Siedler, Wizard, Descent oder Munchkin schlecht zu zweit spielen kann. Klar, da steht eigentlich immer „ab 2 Spieler“ drauf – aber mal ehrlich…

Die Lösung sind „Spiele für 2“, aber ich muss zugeben, ich bin absolut nicht der Strategiespieler und reine Logikspiele gehen mir dann einfach auf den Geist statt Spaß zu machen. Also wieder nichts für uns.

Aber wozu hat man schließlich Eltern?
Klingt jetzt auf Anhieb vielleicht komisch, aaaaber: unser aktuelles Lieblingsspiel haben meine Eltern vor kurzem entdeckt. Hätte ich jetzt auch nicht unbedingt gedacht, schließlich ist es schon gute 20 Jahre her, dass meine Eltern Spielzeug für mich angeschleppt haben.

Das neue Anti-Langeweile-Spiel

Geeignet für 2-4 Spieler, aber im Gegensatz zu vielen anderen Spielen auch wunderbar nur zu zweit spielbar. Das Spielprinzip ist einfach: Wer seine Spielsteine für die meisten Punkte anlegt, gewinnt.
Jeder zieht verdeckt 6 Steine aus dem mitgelieferten Beutel und stellt sie nur für sich sichtbar vor sich auf. Dann werden ähnlich wie bei Rummikub Steinfolgen abgelegt, mit dem Unterschied, dass man nur an bereits liegende Steine anbauen und diese nicht tauschen darf. Und das natürlich auch nur unter bestimmten Bedingungen. Man darf nur an eine bestehende Reihe anlegen, nicht an mehrere, und diese darf entweder nur Steine mit gleicher Farbe aber unterschiedlichem Muster oder gleichem Muster aber unterschiedlicher Farbe enthalten. Das war auch schon der ganze Clou.

Ist übrigens jemandem aufgefallen, dass da auf dem Bild ein Stein nicht regelkonform angelegt ist? Dem Spieleverlag offenbar nicht…

Gezählt werden die Steine in der Reihe (bzw. den Reihen, recht oft gibt es da sehr punktebringende Kreuzungen) nach dem Auslegen mit je einem Punkt. Wer eine Reihe mit 6 Steinen voll macht bekommt doppelte Punktzahl dafür, also 12. Die Punkte werden von einem Spieler nach jedem Zug direkt mitgeschrieben und addiert. Am Ende des Zuges füllt man seine Steine wieder auf 6 auf und der nächste ist dran.
Ist der Beutel leer wird entsprechend nicht mehr nachgezogen und das Spiel endet, sobald der erste seinen letzten Stein angelegt hat.

Zur Zeit spielen wir das Spiel wirklich mit Feuereifer, allerdings verliere ich meistens. Das liegt meiner Einschätzung nach aber hauptsächlich daran, dass mein werter Ehegatte es einfach nicht lassen kann auf bestimmte Steinfolgen zu sammeln und das Ganze damit wieder Richtung Strategiespiel dreht.
Aber nunja, dafür ziehe ich ihn im Skip-Bo regelmäßig ab, aber davon ein andermal.

Ach richtig, es fehlt ja noch das Brot – Spiele hatten wir ja jetzt.
Nicht direkt Brot, aber etwas anderes sehr leckeres gebackenes gab es letztens zum Spieleabend bei uns: Frisch gebackene Waffeln mit Sahne.

Das erinnert mich jedes Mal wieder an die Pfannkuchenberge bei Petzi…nur ohne Sirup.

Und jetzt bloß nicht auf die Tastatur sabbern!