Von Rinde und Basilikum

Auf dem letzten Markt ist ein Zufallsprodukt entstanden: Ein Körbchen aus Rinde.
Mein Mann hat die neuen Hölzer fürs Sonnensegel geschält und dabei massenweise Rindenabschnitte fabriziert. Parallel haben wir dieses Mal Korbflechten zum Mitmachen angeboten und so kam ich auf die glorreiche Idee doch die Rinde zum Flechten zu benutzen. Also den Mann angewiesen schön lange Streifen abzuschälen und losgelegt.

Weidenkoerbchen

War einfacher als gedacht und die frische Rinde hielt sich erstaunlich lange feucht und somit elastisch. Zum Ende hin wurde sie dann doch etwas trocken, aber nicht mal eine Minute im Wasserbottich und ich konnte die Randkanten oben wieder problemlos und bruchfrei umbiegen.
Nach einer knappen Woche ist der Korb nun auch komplett durchgetrocknet, gut fest, formstabil und überraschend robust. Ich hoffe jedenfalls, dass er nicht beim ersten Ein- und Auspacken doch noch bricht…

Fazit: definitiv wiederholenswert!

Weidenkoerbchen2

Und dann habe ich schon vor über einem Monat einen kleinen Bio-Basilikum im Topf gekauft. Gar nicht unbedingt, weil ich so viel frischen Basilikum verbauche, sondern eher, weil ich mal wieder Lust auf ein kleines zu pflegendes Pflänzchen hatte. Er hat sich bisher auch super gehalten: Sonnenplatz, einmal die Woche richtig gewässert und vor einer Woche kräftig zurückgeschnitten.

Normalerweise gehen bei mir selbst Kakteen irgendwann ein (eindrucksvoll bewiesen zu Grundschulzeiten), weil ich schlicht vergesse sie regelmäßig zu gießen. Diesmal hat das dagegen offenbar ganz wunderbar funktioniert und als Belohnung fürs Überleben gab es nun einen groooßen eigenen Topf mit toller neuer Erde. Insgesamt habe ich nun also ganze zehn kleine Pflänzleins – bin schon gespannt, wie die sich noch ausbreiten werden…

Und zu meiner Verwunderung freu ich mich jedes Mal richtig, wenn ich meinen kleinen Basilikum sehe. Schon ein bisschen komisch, denn eigentlich ist so ein Basilikum ja nun keine wirklich anspruchsvolle Kreatur. Aber Freude macht sie eben trotzdem.

Basilikum

Grüße
die schattenhexe

Was zum…?!

Es gibt da etwas aus meiner Kindheit, was ich auch heute noch ausgesprochen gerne esse: Bärchenwurst.
Kennt bestimmt jeder von euch, diese durchpürierte, eingefärbte und bestimmt mordsmäßig gesunde Mortadella mit Gesicht. Ich zumindest kauf sie trotz ihrer so tollen Zutaten ab und an immer noch gern und am besten schmeckt sie auf Laugenbrötchen mit Butter.

So auch letztens, aber etwa mittig im Wurstscheibenstapel dachte ich plötzlich, ich guck nicht richtig:
Jemand hat meine Bärchenwurst erschossen!

Baerchenwurst Deadshot

Ist das zu fassen? Und die Präzision sieht ganz nach Profi aus.
Ich glaub das nächste Mal bestell ich an der Theke explizit lebende Bärchenwurst. Wobei…wer weiß, was die dann aus dem Lager ausgraben…

Grüße
die schattenhexe

Grünes Allerlei mit Suchtpotential

Heute hab ich was für euch, was richtig Spaß macht. Und lecker schmeckt. Und furchtbar aussieht… :D

Die Rede ist von grünen Smoothies.

Keine Angst, ich bin nicht plötzlich unter die hippen Trendesser gegangen und wenn es um irgendetwas mal wieder einen riesen Hype gibt, dann beeindruckt mich das normalerweise mal so überhaupt nicht. Bei diesen Dingern allerdings, da kann ich den (mittlerweile ja schon wieder deutlich abebbenden) Hype ausnahmsweise mal verstehen.

Ich bin bekanntlich nicht der große Gemüseesser und somit habe ich immer große Probleme, meine tägliche Gemüse- und oft auch Obstration irgendwo unterzubringen. Meistens klappt das nicht und folglich ess ichs dann eben einfach nicht. Generell nicht so das Problem, auf Dauer allerdings ne richtig doofe Nummer und ich mach mir nun schon seit Ewigkeiten Gedanken, wie ich das hinkriege. Bisher aber ohne großen Erfolg.
Jedenfalls bis letztens, als meine Schwester in den Raum warf, dass ich doch mal grüne Smoothies ausprobieren soll. Sie hat schon ein paar probiert und fand das recht lecker.
Wer uns allerdings kennt, der weiß: was meine Schwester lecker findet, das ess ich in 100 Jahren nicht…

Nunja, Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel und zumindest ausprobieren schadet ja keinem – oder?

Der Clou an den grünen Wunderdingern ist übrigens folgender:

Man nehme grob 50% Obst und 50% grünes Blattgemüse und schichte das ganze im Mixer. Komposition ansonsten völlig egal, also frei für massenhaft Experimente.
Das kann ich! Also rein damit und so sieht das dann aus – hübsch bunt oder?

Mango, Banane, TK-Himbeeren, ein Rest Feldsalat und Kopfsalat

Mango, Banane, TK-Himbeeren, ein Rest Feldsalat und Kopfsalat

Je nach Obst noch etwas Wasser dazu, wir wollen das ja schließlich trinken und nicht löffeln.
Und dann? Genau, wir drücken auf den Knopf und mixen alles klitzeklein.

Und jetzt kommt das Problem, das ich ganz zu Anfang schon angesprochen hatte: wirklich appetitlich siehts nun zugegebenermaßen nicht mehr aus…

Smoothie hinterher

Aber – …eigentlich müsste das ein richtig fettes „aber“ sein…Moment…jetzt:

ABER das Zeug schmeckt nicht wies aussieht! Ehrlich!
Das, was da wie grünes Labskaus aussieht, schmeckt tatsächlich nach Himbeer und Banane. Nix mit Salat.
Von der Mango ist allerdings auch nicht mehr viel übrig, da ist offenbar noch etwas Feintuning nötig.
Die nicht ganz grüne Farbe kommt von den Himbeeren, je nach Obst sieht das also auch wieder anders aus. Und wenns geschmacklich doch mal nicht ganz getroffen ist, dann schmeißt man einfach was passendes hinterher und mixt nochmal durch. Funktioniert einwandfrei.

Ja, natürlich war ich vorher auch skeptisch. Allerdings auch umso überraschter, als es tatsächlich lecker schmeckte. Selbst meinen Mann hab ich nach dem ersten komischen Blick überzeugen können und das will schon was heißen bei solchen Experimenten.

Wer mir das jetzt also nicht glauben will, der probierts am besten einfach selber aus.

Wichtig ist die Zusammensetzung nach der 50/50-Regelung und dass weder zusätzliche Süßungsmittel, Milchprodukte oder Fruchtgemüse verwendet werden. Hier wird wirklich nur mit Blattgemüse gemixt. Allerdings zählen da auch so Sachen wie Kohlrabiblätter (sehr zu empfehlen!), Kräuter und allerlei anderes Gemüsegrün mit rein. Detailliertere Übersichten dazu findet man in diversen Büchern (z.B. im Buch der „Erfinderin“) oder im Netz.

Smoothie Schraubglas

Aufheben kann man den fertigen Smoothie übrigens bis zu 3 Tage im Kühlschrank. Oxidieren tut dabei nur die Oberfläche, der Rest bleibt stabil. Allerdings wird die Qualität natürlich nicht besser, also lieber frisch trinken.
Und im Schraubglas aufbewahren funktioniert zwar prima, aber so langsam sollte ich mir wohl doch eine smoothietaugliche Trinkflasche kaufen…

Smoothie Glas

Also Prost, auf dass wir alle mehr Gemüse essen trinken!

Grüße
die schattenhexe

EDIT: Ja ich weiß, mein Mixer ist dafür eigentlich nicht gut genug. Er püriert nicht so fein, wies eigentlich sein sollte, aber besser so, als gar nicht. Oder nich? ;)

Äpfel bis zum Abwinken…

Was macht man mit knappen 35 Kilo Äpfeln?

3 der 4 Kisten mit je circa 9 Kilo Äpfeln

3 von 4 Kisten mit je circa 9 Kilo Äpfeln

Diese Frage durften wir uns Anfang der Woche stellen und ziemlich schnell war klar: einkochen. Apfelkompott, Apfelmus…Apfelkuchen, genau, der darf auch nicht fehlen. Mit und ohne Gewürze, mit und ohne Rosinen, püriert oder auch nicht – ich glaube, ihr könnt mir folgen.

Die drei Kisten oben sind nun fast verarbeitet, die vierte ist noch übrig. Draus geworden sind ein Kuchen und massenweise Gläser Kompott. Das Apfelmus kocht gerade noch und was ich ja bei meiner Gläsersammelei nie gedacht hätte ist bei der letzten Fuhre eingetreten: uns sind doch tatsächlich die Gläser ausgegangen!
Nirgends welche zu kriegen, also musste der Mann leider Joghurt essen und hat natürlich auch gleich wieder die ersten Kompottgläser mit leer gemacht. Also doch noch Kapazitäten, Glück gehabt.

Die Ausbeute nach knapp 3 Kisten, rechts noch die Charge Birnen von vor ein paar Wochen.

Die Ausbeute nach knapp 3 Kisten, rechts noch die Charge Birnen von vor ein paar Wochen.

In diesem Sinne werden wir wohl noch einige Zeit Vorrat haben, sofern wir denn noch irgendwo Platz finden, ihn zu lagern…

Grüße
die schattenhexe

Neuigkeiten von der Kefir-Front

Vielleicht erinnert ihr euch noch an meine Kefirexperimente im Dezember (zu finden in der Kategorie Küchenexperimente)?

Mehrfach hatte ich den Kefir seitdem wieder angesetzt und jedes Mal das gleiche Szenario: erst passierte gar nichts, dann hat es gebizzelt wie hulle und bei jedem Aufmachen war der Kefir schon wieder schlecht. Ganz egal ob nach einem oder nach 3 Tagen. Ich habe bisher nicht herausgefunden, woran es liegt, aber offenbar ist mein kleiner Kefirpilz infiziert und wird diesen Schlechte-Milch-Verursacher auch nicht wieder los.
Nun habe ich das Pilzlein erstmal eingefroren, weil ich zeitweise den Platz im Kühlschrank brauchte. Aber ich denke nicht, dass ich ihn nochmal auftauen werde…

Das heißt jetzt allerdings nicht, dass ich das Vorhaben mit dem eigenen Kefir aufgegeben habe – wo kämen wir denn da hin?
Ich habe bereits ein neues Angebot für einen Kefir bekommen und sobald die Kolonie groß genug ist, zieht ein Teil davon wieder bei mir ein *freu* Es wird also noch ein weilchen dauern, aber ich halte euch auf dem Laufenden.

Grüße
die schattenhexe