Rückkehr und Teebuch 2.0

Knapp über ein Jahr ist es jetzt schon wieder her, dass ich hier wirklich mehr geschrieben habe als „hab grad keine Zeit“…Wahnsinn!
Geht das nur mir so, oder läuft das Leben bei allen zwischendurch nur so im Zeitraffer davon? Bei mir gefühlt irgendwie überdurchschnittlich oft… *stirnrunzel*

Nunja, wie dem auch sei, ich bin jedenfalls zurück. Endlich :)

Und wie versprochen habe ich jede Menge neuer Sachen im Gepäck, die im letzten Jahr zwar entstanden sind, mir aber die Zeit fehlte, um sie hier angemessen vorzustellen.
Deswegen habe ich nun vor ziemlich genau einer Viertelstunde spontan beschlossen, dass es genau JETZT Zeit ist, hier mal wieder neues Leben rein zu bringen und sitze nun mit einer schönen Tasse Tee vor dem PC und überlege, was ich euch als erstes zeige.
Vielleicht am besten einigermaßen chronologisch, was denkt ihr?

Fangen wir also mit einer Variation meiner Teebücher an – dem Kakaobuch.
Nein, kein Scherz ;)

Für ein Tauschpaket wollte ich gern ein Teebuch machen, habe dann aber entdeckt, dass die andere Partei nicht so wirklich gerne Tee trinkt. Hm, natürlich doof.
Erst hatte ich dann überlegt, ob ich Heiße Zitrone rein packe, aber das fand ich auch irgendwie nicht so recht überzeugend.
Schlussendlich bin ich dann noch darüber gestolpert, dass sie viel lieber Kakao trinkt (wer lesen kann, ist da wirklich eindeutig im Vorteil *hüstel*) und somit war die Sache klar: höchst exklusiv für sie passe ich meine Vorlagen an und mache aus dem Tee- ein Kakaobuch.
Sollte doch jetzt nicht das Problem sein?
Wars auch nicht.

2016-04-19-kakaobuch-vorderseite

Da die Kakaobeutel um einiges größer sind als Teebeutel, habe ich eine andere Variante gewählt, nämlich hochkant statt quer und ohne Schuber. Die gleiche Art wie bei den Teebüchern ginge natürlich auch, hätte mir persönlich aber dann doch irgendwie unverhältnismäßig viel Karton verschlungen.
Deswegen gab es oben „nur“ eine Klappe zum Schließen und die Seiten blieben offen. Auf dem Foto hier fehlt noch der nachher unsichtbar unter der Klappe liegende Magnetverschluss.
Macht doch aber auch hochkant was her, oder?

2016-04-08-kakaobuch-innen

Und hier noch einmal die aufgeklappte Innenansicht und das restliche „Rundum-Design“. Durch die Beutelgröße habe ich dann auch nur vier statt sechs Fächer gemacht, sonst wär es ein wenig zu dick geworden, fand ich.
Nur die Vorder- und Rückseite sollte ich offensichtlich noch etwas verstärken, denn die beulen sich mit längerer Standzeit doch sichtbar aus. Is halt doch nun mal keine Graupappe…

2016-04-08-kakaobuch-aufgeklappt

2016-04-08-kakaobuch-vorderseite-rot

2016-04-19-kakaobuch-rueckseite

Das Tauschpaket ist mittlerweile gut bei ihr gelandet und sie hat sich sehr gefreut (war natürlich noch mehr drin, dazu demnächst mehr). Aber dass das Kakaobuch quasi exklusiv für sie entworfen wurde, das weiß sie glaube ich noch nicht…geh ich ihr gleich mal sagen. Mal sehen, wie sie das findet =)

Grüße
die schattenhexe

Meine Güte…

…die Zeit rast bei mir schon wieder!
Hatten wir nicht gerade erst Weihnachten? :-(

Ich bin noch da und es wird auch weiterhin Postings geben – ich bin nur derzeit (und auch schon etwas länger) so mit privaten Dingen und schon der zweiten Mandelentzündung in kurzer Zeit beschäftigt, dass ich mal wieder zu nichts wirklich komme.

Es gibt genug Sachen zum Zeigen, aber den einen Teil habe ich noch nicht „vertextet“ und der andere ist aktuell noch mehr oder minder Geheimsache. Ich hoffe allerdings, dass sich das Chaos nun langsam etwas legen wird und endlich wieder mehr Ruhe einkehrt, in der ich dann auch endlich wieder wie gewohnt posten kann. Im Moment fehlen einfach Zeit, Elan und Motivation.

Also noch etwas Geduld, ich hab auch wirklich ein paar großartige Sachen im Gepäck ;)

Grüße
die schattenhexe

Adventskalender und noch mehr Papier

Nun ist es dafür ja eigentlich ein bisschen spät, aber so quasi „zum Abschluss“ zeige ich euch doch noch den Adventskalender, den ich dieses Jahr für meinen Mann gemacht habe:

2015-11-30 - Adventskalender

Auf dem Foto sind glaube ich noch nicht alle Päckchen zu sehen – es passten schlicht nicht alle gleichzeitig ins Regal…

Die Behälter sind super schnell gemacht, grandios einfach und die Anleitung dazu gibt es hier. Wichtig dafür ist ein sehr gutes StickyTape, sonst gehen die Dinger nach einiger Zeit einfach wieder auf… ratet, woher ich DAS wohl weiß!
Welches ich nun benutze findet ihr in meinem vorletzten Beitrag „Papierwelten“.

Als Größen für die Ausgangspapiere habe ich von meinem Motivkartonblock (einer mit 300g) jeweils ein ganzes, halbes und viertel Blatt genommen. Er hat allerdings eine etwas spannende Blattgröße von 24 x 34 cm – den exakten Block findet ihr hier. Passte mit den Größen aber wunderbar.
Der Block enthält zu jedem Motivkarton noch je eine Seite Transparentpapier im selben Design und ein farblich passendes Blatt Tonpapier. Für den Preis gar nich schlecht und ich fand die Designs ganz schnucklig.

Und dann hatte ich ja versprochen, dass ich zu Weihnachten noch eine Papier-Idee verrate… hier ist sie:

2015-11-02 - Wunderkerzenverpackung final

Ja, das sind Wunderkerzen! Kann man zu Weihnachten vorsorglich für Silvester schon prima verschenken, finde ich, oder man legt sie den Gästen bei der Silvesterparty direkt zur Begrüßung auf den Teller.
Die Idee stammt ebenfalls nicht von mir – ich hatte verschiedene Ausführungen im Netz gefunden und schließlich diese hier als Vorlage genommen und mir die passenden Maße für meine Wunderkerzen selbst ausgerechnet.
Der Spruch ist in Ermangelung eines passenden Stempels wieder ganz simpel ausgedruckt und aufgeklebt – funktioniert hervorragend.

Anhand des unkommentierten Bildes wurde beim Inhalt auch schon auf Stricknadeln getippt – bestimmt auch eine super Verschenk-Variante. Dann aber bitte mit zwei, vier oder gleich fünf Stück *grins*

Somit wünsche ich euch ein paar schöne Weihnachtstage und bis demnächst
die schattenhexe

Erinnerungen an Kindertage

Eigentlich bin ich ja eh nie wirklich erwachsen geworden – habe ich jedenfalls manchmal so den Eindruck *hüstel*
Im Ernst, ich patsche auch heute noch unheimlich gern in große Pfützen, gehe nachts um halb eins raus zum Schaukeln und erfreue mich immer noch an den kleinen Wunderbarkeiten der Welt wie dem ersten Schmetterling im Frühjahr, fallenden Blättern im Herbst oder dem Knistern von frischem Schnee.

Aber es gibt in jedem Leben ein paar Momente und Dinge, die sich so fest an die Seele heften, dass sie einen noch Jahrzehnte später ebenso tief beeindrucken wie damals. Und aus eben dieser Kategorie sind mir erst kürzlich zwei wieder über den Weg gelaufen, die ich gerne mit euch teilen möchte. Warum? Weil ich sie wunderbar finde. Weil sie etwas in mir berühren. Und weil ich es prima finde, wenn andere etwas Neues entdecken, mit dem es ihnen vielleicht ebenso geht.

Das erste kennen die meisten wahrscheinlich bereits: den Film „Die Schöne und das Biest“. Oder vielmehr einen bestimmten Teil davon.

Ich gehöre definitiv zur Disney-Generation und ich liebe die meisten Disneyfilme, besonders die schönen alten mit ihren weichen und harmonischen Handzeichnungen. Zum Erscheinen der Disney-Version war ich damals mit meiner (deutlich älteren) Cousine im Kino, das weiß ich noch. Den Film finde ich auch heute noch schön – auch wenn es natürlich klassisch Disney ist, was ja nicht jedermann toll findet.
Den Filminhalt kann man jetzt für sich persönlich bewerten wie man möchte – was bei vielen Zuschauern aber erfahrungsgemäß einen entrückten Gesichtsausdruck hervorruft, im Laufe des Films von den meisten jedoch direkt wieder vergessen wird, ist die Titelmelodie zu Beginn.

Sie hat mich schon als Kind fasziniert und all die Jahre nicht mehr losgelassen. Lange Zeit tauchte sie ab und an mal wieder auf, verschwand dann wieder aus meinem Kopf, aber jedes Mal fand ich sie berührend. Deswegen hier eine Version ohne die Erzählerstimme, die ich zwar auch sehr gern mag, die aber leider den Fokus der Ohren wieder gänzlich ablenkt…

Den Gegenstand meiner zweiten Kindheitserinnerung werden sicher weniger Leute kennen: Die Geschichten von Beatrix Potter.

Anfang des 20. Jahrhunderts hat sie nicht nur Kindergeschichten geschrieben, sondern sie auch selbst illustriert. Und das in einer Art und Weise, die mir bis heute jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht zaubert, wenn ich ihre Bücher aufschlage. Nicht nur wegen der Geschichten selbst, sondern vor allem wegen ihrer wunderbaren Zeichnungen.
In England ist sie überaus bekannt, so dass ich diese Kinderbücher meiner Mutter verdanke, die früher oft in England war.
Die auch bei uns bekannteste Geschichte von Potter ist „Die Geschichte von Peter Hase“ – vielleicht ist sie euch ja doch schon mal irgendwo begegnet.

Ihre Geschichten gibt es nicht nur in einzelnen Büchern, Sammelbänden in englisch und deutsch (sowie noch einigen Sprachen mehr), sondern eine Auswahl auch als Zeichentrickfilme im selben Zeichenstil wie ihre Illustrationen.
Sie sind eine unglaublich tolle Ergänzung zu den Büchern, denn durch den gleichen Stil erwachen die Zeichnungen förmlich zum Leben.

Meine persönliche Lieblingsgeschichte – in Bild und Film – ist aber die vom „Schneider von Gloucester“, die Figuren sind einfach so dermaßen liebenswert…

Ein weiterer Aspekt der Zeichentrickfilme, der mich bis heute begleitet und jedes Mal wieder etwas in mir weckt, ist auch hier die Titelmusik. Fast jede Folge beginnt mit dem gleichen Realfilm-Vorspann und endet mit einem ebensolchen Abspann, den ich bereits als Kind unglaublich schön fand. Nicht nur aufgrund der Bilder, auch hier spielte die Melodie wieder eine entscheidende Rolle. Jahrelang war ich auf der Suche nach diesem Lied bis ich endlich irgendwo auf den Soundtrack zur Zeichentrickserie stieß.

Hier sind Vor- und Abspann, wenn auch in wirklich schlechter Qualität:

Und hier das Titellied:

Und was ist von eurer Kindheit noch so alles übrig?

Grüße
die schattenhexe